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Geokunststoffe

Trennen – Filtern – Bewehren – Schützen – Dichten

Die Bedeutung der Geokunststoffe nimmt seit den fünfziger Jahren immer weiter zu. Im Erd- und Grundbau sind sie unentbehrliche Komponenten, wenn es um Funktionalität und Wirtschaftlichkeit im Vergleich zu herkömmlichen Bauweisen geht.

Geokunststoffe lassen sich in fünf Funktionsbereiche einteilen:

 Louie_Geokunststoffe

  1. Trennen
  2. Dränen
  3. Filtern
  4. Bewehren
  5. Dichten

Vliesstoffe, Gewebe und Verbundstoffe verhindern als Trennlage zwischen zwei Bodenschichten deren Vermischung.

Dränsysteme werden meist als Kombination aus einer Filter- und einer Sickerschicht hergestellt. Systeme aus Geokunststoffen können aufwendige mineralische Dränschichten ersetzen. Dabei werden Flüssigkeiten und Gase flächig gefasst und über die Ebene des Dränsystems abgeleitet.

Geotextile Filter halten Feinstteile (Boden oder andere Partikel) zurück, während sie gleichzeitig eine Filterstabilität aufrecht erhalten. Unterschieden wird hier in die mechanische Festigkeit (Bodenrückhaltevermögen) und die hydraulische Filterwirksamkeit.

Geokunststoffe als Bewehrung in Erdschichten nehmen die dort vorhandenen Zugkräfte auf und verbessern dadurch die mechanischen Eigenschaften der Bodenschichten. Zum Einsatz kommen hier vor allem Geogitter und Gewebe.

Geokunststoffe als Dichtungselemente? Sicher. Natürlicher Bentonit, eingekapselt in Geokunststoffen, schafft eine natürliche Dichtung. Sogenannte geosynthetische Tondichtungsbahnen (Bentonitmatten) sind technisch und wirtschaftlich meist eine echte Alternative zu herkömmlichen mineralischen Dichtungen.

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